Themen

Die häufigsten Themen der Coachings und Seminare sind:

  • Vorbereitung einer konkreten Rede, Moderation oder Präsentation
  • „Reden schreiben“ für CEOs und Führungskräfte
  • „Reden schreiben“ für Mitarbeiter von Kommunikationsabteilungen
  • „Veranstaltungen und Podien moderieren“
  • „Moderieren von kleinen Gruppen“

Werner Lauff im Interview mit News Aktuell

news aktuell: Wie gut werden in Deutschland Veranstaltungen und Diskussionen moderiert?

Lauff: Manche brillant, die meisten aber nur mittelmäßig. Viele Unternehmen und Institutionen meinen, es komme vor allem auf die Referenten und Podiumsteilnehmer an – die müssten halt besonders gut sein, damit die Veranstaltung erfolgreich wird. Die Wahrheit ist: Es hängt zu 90 Prozent vom Moderator oder der Moderatorin ab, ob die Gäste den Saal nach der Veranstaltung glücklich oder gelangweilt verlassen. Die Moderation ist im wahrsten Sinne des Wortes veranstaltungsentscheidend.

news aktuell: Soll man dann besser Profi-Moderatoren von außen engagieren? Am besten solche, die auch im Fernsehen moderieren?

Lauff: Eher nicht. Oft gibt es in der eigenen Branche und im eigenen Unternehmen Menschen, die effektiv moderieren können, wenn man sie lässt und ihnen auch Gelegenheit gibt, das vorher zu lernen und ein wenig zu üben. Die TV-Promis in allen Ehren, aber sie sind ja das Frontend einer vielköpfigen Fernsehredaktion. Sie haben meist weder die Zeit noch die nötigen Detailkenntnisse, um sich in die Fragestellungen einer Veranstaltung hineinzudenken und vor allem auch einzufühlen.

news aktuell: Was macht den Moderatoren von Veranstaltungen und Podien denn am meisten Probleme?

Lauff: Das kleine Einmaleins. Wie moderiert man jemanden so an, dass er einen eindrucksvollen Applaus bekommt? Wie bringt man in einem Podium alle Gäste sofort ins Spiel? Wie kann man Diskussionen so strukturieren und führen, dass sie zu jeder Zeit spannend sind? Wie macht man ein optimales Timing? Wie reagiert man beim unerwarteten Diskussionsverlauf?

news aktuell: Gibt es die fünf Todsünden der Moderation?

Lauff: Mir fallen drei ein, aber schon das ist zu viel. Manche Moderatoren moderieren nicht wirklich, sondern werden eher als Ansager tätig – sie teilen Abläufe mit, stellen Redner vor, fragen, ob es Fragen gibt und sagen am Ende Dankeschön und gute Heimfahrt. Wir brauchen aber mehr Gestaltung, mehr Gefühl, mehr Herz. Zweite Sünde: Viele Moderatoren stellen sich arg in den Mittelpunkt und stehen frontal zum Publikum; sie sollen aber Scharnier und Vermittler sein und müssen das auch zum Ausdruck bringen. Und drittens: Die meisten haben gar keine Dramaturgie und schaffen keine Spannungsbögen. Aber man muss die berühmte Stecknadel fallen hören, sonst ist die Veranstaltung nicht wirklich gut.

news aktuell: Was muss eine gute Moderation leisten?

Lauff: Sie muss gewährleisten, dass die Zuhörer am Ende das Gefühl teilen, das mit der Veranstaltung bewirkt werden soll. Fast jede Veranstaltung will ja etwas auslösen, etwas bewirken, und das ist meist viel mehr als nur Unterhaltung oder reine Information. Und ob dieses Ziel eintritt, hängt fast immer vom Moderator ab. Er kann die Veranstaltung auf Durchschnittsformat reduzieren oder zum Highlight der Woche machen. Durchschnitt ist aber zu wenig.

news aktuell: Wie lange braucht man, um das zu lernen?

Lauff: Sagen wir zwei Tage. Und anschließend zwei, drei Praxiseinsätze.